Spin­del­wis­sen

Spin­del­l­auf­zeit

Die Spin­del­l­auf­zeit bezeich­net die Betriebs­zeit der Arbeits­spin­del in der Werk­zeug­ma­schine. Die Lauf­zeit gibt an wie viele Stun­den sich die Spin­del sich im Rahmen der Bear­bei­tung gedreht hat, ähnlich dem Kilo­me­ter­stand eines Pkws. Dadurch wird beim Verkauf der Wert der Spin­del bestimmt.

An der Lauf­zeit orien­tie­ren sich die Wartungs­in­ter­valle, da sie im Gegen­satz zu Einschalt­dauer die tatsäch­li­che Belas­tungs­zeit der Spin­del angibt. In den moder­nen Maschi­nen wird die Lauf­zeit auto­ma­tisch erfasst und zur Auswer­tung aufge­zeich­net. In der Ferti­gungs­tech­nik kann die Lauf­zeit im Vergleich zu der Einschalt­dauer gesetzt werden, um somit die Produk­ti­vi­tät der Maschine zu beschrei­ben. So ist bei 200h Einschalt­zeit eine Lauf­zeit von 100h im Vergleich zu einer Lauf­zeit von 165h eher unpro­duk­tiv. Im ersten Fall ergibt sich eine prozen­tuale Spin­del­l­auf­zeit von 50%, im zwei­ten eine von 82,5 %. Heut­zu­tage sind in den moder­nen Maschi­nen Spin­del­l­auf­zei­ten von bis zu 90% der Einschalt­zei­ten möglich. Eine Verbes­se­rung der Spin­del­l­auf­zeit im Vergleich zur Einschalt­zeit lässt sich durch auto­ma­ti­sche Werk­zeug- und Werk­stück­wech­sel im Gegen­satz zu manu­el­len Wech­seln errei­chen. So wird die Rüst­zeit verkürzt. Weiter­hin ist bei nume­risch gesteu­er­ten Maschi­nen die Program­mie­rung von großer Bedeu­tung. Externe Program­mie­rung verkürzt die Program­mier­zeit an der Maschine, welche sich bis auf das Anfah­ren von Refe­renz­punk­ten redu­zie­ren kann. Insge­samt wird somit die Wirt­schaft­lich­keit der Werk­zeug­ma­schine erhöht.

Quelle: Spin­del­l­auf­zeit, 31.03.2007, https://de.wikipedia.org/wiki/Spindellaufzeit, 19.05.2008

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